Das Projekt

Zielsetzung: Effizient einen weltweit einheitlichen Webauftritt schaffen – das war die Zielsetzung von Rödl & Partner, als man erstmals 2009 mit unserem Web-Solutions-Team ins Gespräch kam.

Ergebnis: Zwischenzeitlich ist aus der Zusammenarbeit eine globale Website erwachsen, die dem Unternehmen in 17 Sprachen und mit 20 integrierten Länderpräsenzen als Aushängeschild dient.

Projekt-Interview

mit Martin Wambach, Geschäftsführender Partner bei Rödl & Partner

1. Herr Wambach, was macht eigentlich Rödl & Partner?

Wir sind eine große internationale Beratungsgesellschaft. Unsere Spezialisierung ist die Prüfung und Beratung deutscher inhabergeführter Unternehmen mit weltweiten Geschäftsaktivitäten.
Seit der Gründung 1977 hier in Nürnberg haben wir uns ganz erfolgreich entwickelt: Wir betreuen heute mit etwas über 3.000 Mitarbeitern in 40 Ländern weltweit deutsche Unternehmen und zählen damit zu den größten deutschen Unternehmen unserer Branche. Kurz gesagt betreuen wir heute weltweit deutsche Unternehmen aus Deutschland heraus in die Welt und sozusagen aus der Welt zurück nach Deutschland.

2. Welche Bedeutung hat der Webauftritt für Ihr Unternehmen?

Man kann heute mit Fug und Recht behaupten, dass das Internet die zentrale Visitenkarte eines Unternehmens ist. Wenn Sie sehen, wie insbesondere junge Menschen sich heute informationstechnisch
bewegen, dann führt der erste Weg meist ins Internet. Wenn potenzielle Mandanten nach Prüfungs- und Beratungspartnern suchen, dann sind neben offiziell veröffentlichten Rankings insbesondere die Internetauftritte die zentrale Visitenkarte, der erste wichtige Eindruck, den Sie hinterlassen.

3. Gibt es Besonderheiten in Ihrer Branche?

Wir sind ein Dienstleistungsunternehmen – wir produzieren
sozusagen Wissen oder arbeiten mit unserem Wissen und produzieren Beratungsleistungen als immaterielle Güter. Insofern ist natürlich insbesondere der Auftritt, das Design – einfach die Wirkung unserer Website auf interessierte Dritte – für uns von besonderer Bedeutung.

4. Wie sah das zu den Anfangszeiten des Internets aus?

Wir waren damals schon sehr stark in Polen vertreten, aber auch in Tschechien, Ungarn und Russland – und jeder hat sich auf den Weg gemacht. Wir haben zwar versucht, mit einem zentralen Manual einheitliche Designvorgaben zu machen, aber am Ende, wenn man mit einigen Jahren Abstand auf unsere Internetlösung geschaut hat, war es doch ein relativer Flickenteppich an unterschiedlichsten technischen wie auch designmäßigen Ausprägungen, der sich da im Lauf der Jahre entwickelt hat.

5. Wie haben Sie reagiert?

Die Frage war natürlich: Wie kommen wir auch hier zu einem weltweit einheitlichen Auftritt? Wir mussten dann zunächst feststellen, dass mit den technischen Lösungen, die wir damals hatten, dieser weltweit einheitliche Standard nur sehr schwer zu realisieren sein wird, weil es proprietäre Systeme waren, die an einzelne Agenturen gebunden und untereinander wenig kompatibel waren.

6. Und die Lösung?

Wir haben damals die Anforderung definiert, zukünftig einen weltweit einheitlichen Auftritt zu haben, gleichzeitig aber auch den Unternehmensgrundsatz der Dezentralität zu leben. In der weiteren Einigung haben wir uns dann für TYPO3 entschieden. Zum einen, weil es eine entsprechende Organisation hinter TYPO3 gibt, die unter anderem bei Sicherheitsrisiken dafür sorgt, schnell Abhilfe zu schaffen, zum anderen wegen der Vielzahl professioneller Agenturen, die sich mit
TYPO3 beschäftigen. Insofern waren wir eigentlich relativ sicher, dass wir mit diesem System eine hohe Investitionssicherheit generieren können.

7. Hatten Sie Bedenken vor einer Open-Source-Lösung?

Wir haben natürlich geprüft, inwieweit Open Source auch Nachteile oder Schwächen haben kann. Wir arbeiten jetzt seit gut drei Jahren mit
dieser Lösung und bisher sind wir sehr zufrieden und können keine Probleme feststellen. Im Gegenteil sind wir davon überzeugt, dass durch die Open-Source-Lösung mehr Dynamik und Bereitschaft für Innovationen herrscht und wir davon profitieren, dass diese Innovationen bei uns und unseren Mandanten ankommen.

8. Wie organisieren Sie Ihren Webauftritt in der Praxis?

Wir haben hier in Nürnberg, in unserem Stammhaus, ein kleines, schlagkräftiges Team, das sozusagen die Grundzüge des Webauftritts, die Designvorgaben, aber auch die grundsätzliche Konzeption zusammen mit der Agentur entwickelt.

Daneben arbeiten inzwischen über hundert dezentrale Redakteure aus den Niederlassungen an der Website, die die eigentlichen Inhalte vor Ort tagesaktuell pflegen. Wir haben damit eine optimale Organisation, die perfekt zu uns passt: auf der einen Seite sehr wenig, aber sehr gezielte Zentralität, auf der anderen Seite gelebte Dezentralität durch die Vielzahl an Redakteuren in den Niederlassungen.

9. Wie hoch war der Aufwand, die Mitarbeiter im Umgang mit dem System zu schulen?

Für unser zentrales Team in Nürnberg sicherlich einen Tick höher, weil dort unsere TYPO3-Experten und die Schnittstelle zur Agentur sitzen. Draußen vor Ort, für unsere Redakteure, war es an sich relativ einfach, weil wir zum einen über entsprechende Leitfäden Hilfestellungen gegeben haben und zum anderen die Redakteure in den Niederlassungen nur ihre eigenen Oberflächen und die Dinge, die sie auch zu bearbeiten haben, sehen. Vom ganzen Auftritt – der Haptik des Systems sozusagen – ist es so, dass sich den Mitarbeitern schon sehr viel intuitiv erschließt. Dazu kommt sicherlich auch, dass unsere Redakteurinnen und Redakteure in den Niederlassungen von sich aus ein hohes Interesse mitbringen, sich in diese Lösung einzubringen.

10. Sie verwalten mit TYPO3 nicht nur Ihre Website, sondern veröffentlichen eine Vielzahl unterschiedlicher Newsletter. Warum?

Es prägt schon immer unsere Kanzlei und unsere Unternehmenskultur, dass wir Information eben nicht nur als Holschuld sehen und der Mandant, der potenzielle Interessent, der künftige Mitarbeiter sich selber Informationen suchen muss, sondern dass wir zielgruppen- und branchenspezifisch die wichtigsten Informationen in unseren Newslettern bündeln. Wir haben heute zehn bis zwölf spezifische, mandantenorientierte Newsletter, sei es der Ärztebrief, sei es unser Auslandsnewsletter, oder auch Newsletter zu erneuerbaren Energien und vielen anderen Themen.

11. Im Vergleich zu Ihren Mitbewerbern präsentieren Sie sich im Internet sehr persönlich. Was ist der Hintergrund?

Für uns als Rödl & Partner spielt ein Grundsatz eine ganz große Rolle, das ist der des persönlichen Ansprechpartners, des Kümmerers. Uns ist wichtig, dass unsere Mandanten sich jederzeit bewusst sind, dass sie es nicht mit einer anonymen, großen Organisation zu tun haben, sondern dass hier reale, tatsächlich existente Kolleginnen und Kollegen für sie tätig sind.

Deshalb präsentieren wir auch auf der Website und in den Newslettern sehr viele unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Wir hinterlegen nicht nur eine anonyme Servicenummer, sondern man hat einen Kopf, man hat einen Namen und man hat direkten Zugang über E-Mail oder Telefon. Dazu haben wir mehrere hundert Ansprechpartner in unserem Internetauftritt hinterlegt, was natürlich auch einen gewissen Pflegeaufwand erfordert. Mit der zentralen TYPO3-Datenbank klappt das aber sehr gut. In der Vergangenheit hatten wir für die verschiedenen Bereiche sicherlich deutlich mehr Aufwand, weil wir viele verschiedene Insellösungen pflegen mussten. Heute haben wir sozusagen ein Bild einer Mitarbeiterin – und ob diese dann im Newsletter erscheint oder auf der italienischen Website oder auf der Seite „Spezialisten für erneuerbare Energien“, ist dann letztendlich egal.

12. Was hat Ihnen an der Zusammenarbeit mit uns besonders gefallen?

Ich denke, das Internet ist mit Sicherheit das dynamischste Informations- und Kommunikationsmedium, das man sich vorstellen kann. Hier ist es auch für große Unternehmen wie uns zulässig,
neue Wege auszuprobieren und mal zu experimentieren. Insofern war die Zusammenarbeit mit Ihnen unheimlich positiv, weil Ihr Team von
Anfang an darauf bedacht war, schnell sichtbare Ergebnisse zu produzieren und dadurch ein Gefühl dafür zu bekommen, welche Ideen wirklich erfolgreich sind.

Haben wir Ihr Interesse geweckt? Möchten Sie mit uns über ein Projekt sprechen?

Wir freuen uns auf Ihre Kontaktaufnahme!

Clemens Kalb
Leiter netlogix Web Solutions

clemens.kalb@netlogix.de
+49 911 539909-119