Die Widerrufsbutton-Pflicht für Onlineshops kommt – sind Sie bereit?

Tina
von Tina
13.05.2026
02:50 MIN

Ab dem 19. Juni 2026 muss jeder E-Commerce-Shop im B2C den Verbrauchern einen gut sichtbaren Widerrufs-Button anbieten. Tina Otto erklärt, was das für Shopbetreiber bedeutet.

Was bedeutet das konkret?
Grundlage für die Regelung ist der neue § 356a BGB. Das Gesetz sieht einen dreistufigen Ablauf vor: Ein gut sichtbarer Button (z. B. „Vertrag widerrufen“) muss während der gesamten Widerrufsfrist in der Online-Benutzeroberfläche erreichbar sein. 

Danach muss eine Bestätigungsseite bereitgestellt werden, die wiederum auch einen gut lesbaren Button enthält (z. B. „Widerruf bestätigen“), mit dem der Kunde den Widerruf bestätigen und somit abschließen kann.

Anschließend muss dem Verbraucher unverzüglich eine Eingangsbestätigung übermittelt werden, die mindestens die Widerrufserklärung sowie Datum und Uhrzeit des Eingangs enthält. Händler müssen Stornierungen danach dann zügig, zuverlässig und mit entsprechendem Beleg und Zeitnachweis bearbeiten.

Das Gesetz zielt vor allem darauf ab, den Widerruf für Verbraucher leicht zu machen. Gerade deshalb ist es wichtig, dass die Elemente des Widerrufs-Ablaufs einfach zu finden, zu nutzen und ständig verfügbar sind.

Shopware veröffentlicht Unterstützung
Shopware erfüllt die Anforderungen des Gesetzes systemseitig: Mit dem Minor Release 6.7.9.0 vom 17. April implementiert Shopware nativ den Stornierungsprozess. Dieser Weg ist für Shopware-6.7-Installationen verfügbar. Für Shopware 6.6 wird die Anpassung als Backport verfügbar. 

Für Shops mit Shopware-Standard-Storefront reduziert das den Implementierungsaufwand erheblich. Aber auch für Shops mit Headless-Architekturen, stark individualisierten Frontends, Drittanbieter-Templates, Progressive-Web-Apps sowie App-basierten Verkaufskanälen stellt das Update die technische Grundlage für die Widerrufsbutton-Compliance bereit: Die benötigte Backend-Logik sowie das strukturierte Widerrufsformular. 

Um die Integration des Widerrufsbuttons im jeweiligen Frontend müssen sich die Händler aber eigenverantwortlich kümmern. Darüber hinaus gilt: Neben der technischen Umsetzung gilt es, auch die Bearbeitung und Dokumentation der Widersprüche sauber vorzubereiten. Nur so bearbeiten Sie Widerrufe effizient, nachvollziehbar und rechtskonform.

Für mehr Details empfehlen wir den ausführlichen Blogpost von Shopware zum Thema: Widerrufsbutton-Pflicht ab 2026 – was Onlinehändler jetzt wissen und tun müssen

Wie wir Sie unterstützen
netlogix Web Solutions begleitet Sie selbstverständlich in Ihren Vorbereitungen auf diese neue Regulierung. Wir helfen Ihnen gern beim Update auf Version 6.7.9.0, implementieren den Stornierungsprozess in Oberflächen jenseits des Shopware-Standard-Storefronts und erweitern den Stornierungsprozess auf benutzerdefinierte Frontends und APIs. Gern passen wir auch Ihren Post-Purchase-Workflow an den neuen Standard an.
 

 

Haben Sie Fragen dazu? Dann sprechen Sie mich gern an:

Zu den Kommentaren ()